Nachrichten

Nach Begnadigung – Donald Trump enthüllt: Binance-Gründer Changpeng „CZ“ Zhao? „Ich weiß nicht, wer das ist“

Aktualisiert: 5 Nov. 2025

Nach Begnadigung – Donald Trump enthüllt Binance-Gründer Changpeng „CZ“ Zhao? „Ich weiß nicht, wer das ist“

US-Präsident Donald Trump irritiert im Interview mit der Enthüllung, er wisse nicht, wer Changpeng Zhao ist – trotz der gerade erst erfolgten Begnadigung. Weiß das Staatsoberhaupt nicht, was es tut – oder was steckt dahinter?

Trump über CZ: „Weiß nicht, wer das ist“

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: US-Präsident Donald Trump begnadigt Changpeng „CZ“ Zhao, Gründer und Ex-CEO der weltweit tätigen Kryptobörse Binance. Der saß von April 2024 bis Ende September 2024 in Haft. Der Grund: CZ hatte sich schuldig bekannt, gegen US-Geldwäsche-Gesetze verstoßen zu haben.

Da kann auch Trump nicht helfen: CZs Coin BNB (BNB) sieht sich enorm unter Druck. Bild: Coinmarketcap.com

Konkret wurde ihm vorgeworfen, bei Binance kein angemessenes Programm zur Bekämpfung von Geldwäsche und Sanktionsverstößen umgesetzt zu haben. Dadurch sollen illegale Transaktionen in Milliardenhöhe abgewickelt worden sein. Zusätzlich zur Haftstrafe zahlte Binance im Rahmen eines Deals eine Strafe von über 4 Milliarden Dollar, Zhao trat zudem als CEO zurück.

Dann am 23. Oktober 2025 der Krypto-Hammer: Trump begnadigt den Krypto-Unternehmer vorzeitig. Für CZ eine Art vollständige Rehabilitation. Die Begnadigung gilt als „Vergebung“ für die strafrechtliche Verurteilung – mit entsprechenden Folgen: Seine Vorstrafe wird aus den Registern gelöscht, zudem werden berufliche oder regulatorische Einschränkungen aufgehoben. Kurzum: CZ kann nun wieder schalten und walten, als wäre er nie verurteilt worden.

„Die Begnadigung des Krypto-Milliardärs Changpeng Zhao ist das jüngste Beispiel für die Korruption der Trump-Regierung – und das vor aller Augen. Nun kann Zhao seine Geschäfte in den USA wieder aufnehmen.“

Nicht jeder Branchenteilnehmer, Trader und Analyst zeigte sich von der Begnadigung allerdings begeistert – die Reaktionen fielen äußerst gemischt aus. Während die einen Korruption witterten, folgten viele Trumps Begründung: Zhao sei eine Art „Bauernopfer“ der Biden-Regierung gewesen – und in Wirklichkeit ungerecht behandelt worden. Eine Ungerechtigkeit, die gütigerweise von Donald Trump nun behoben worden sei.

Trump: „Bin zu beschäftigt mit anderem“

In einem neuen Interview mit 60 Minutes legt Trump nun allerdings nach – und lässt die Begnadigung mit seiner Antwort in einem völlig anderen Licht erscheinen. Der US-Präsident wird gefragt:

„Warum haben Sie [Changpeng Zhao] begnadigt?”

Trumps Antwort:

„Ok, sind Sie bereit? Ich weiß nicht, wer das ist. Ich weiß, er hat eine viermonatige Haftstrafe oder sowas in der Richtung bekommen, und ich habe gehört, es war eine Biden-Hexenjagd.“

Daraufhin ergänzt die Interviewerin: 2025 habe CZs Krypto-Exchange Binance einen 2-Milliarden-Dollar-Kauf von World Liberty Financials Stablecoin angeleiert – und dann sei es zur Begnadigung gekommmen. Das finden viele komisch. Wie er darauf reagiere? Trump lässt sie eiskalt abblitzen – und gibt sich komplett ahnungslos! Der 78-Jährige:

„Ich weiß überhaupt nichts darüber, weil ich zu beschäftigt mit anderem bin. Ich kann Ihnen nur das sagen: Meine Söhne kümmern sich darum, und ich bin froh, dass sie das tun, weil [Krypto] vermutlich eine tolle Industrie ist.“

Der mächtigste Mann der Welt begnadigt einen Multi-Milliardär, mit dem er geschäftliche Beziehungen pflegt – betont dann aber, er wisse gar nicht, um wen es sich dabei handelt. Die Reaktion lässt viele Branchenbeobachter an der Begnadigung zweifeln. Während Trump die Entscheidung als unpolitisch und pro-Innovation darstellt, zeigt sich gleichzeitig, dass er die Hintergründe gar nicht kennt. Zudem entsteht der Eindruck mangelnder Transparenz. Sein latentes Krypto-Lob passt zwar zu seiner grundsätzlich wirtschaftsfreundlichen Haltung. Doch die Diskrepanz zwischen Begnadigung und Begründung wirft neue Fragen über den Einfluss von Krypto-Lobbyismus auf. Sollte der „Krypto-Präsident“ am Ende hinter den Erwartungen zurückbleiben?