5 Nov. 2025

In Kasachstan wurden laut Cryptopolitan in den letzten zwei Jahren mehr als 1.000 Strafverfahren im Zusammenhang mit Kryptowährungen registriert. Innenminister Sanzhar Adilov hat die Zahlen in einem Forum veröffentlicht, das sich um die Aufklärung und Nachverfolgung von Krypto-Verbrechen kümmert, und dazu erklärt: „(Von den Straftaten) entfallen 60 Prozent auf Betrugsfälle, 25 Prozent auf illegale Aktivitäten von Kryptowährungsbörsen und 15 Prozent auf Geldwäsche mit digitalen Vermögenswerten.“
Insgesamt kam es so zu einem Gesamtschaden von über acht Milliarden Tenge (umgerechnet mehr als 15 Millionen US-Dollar). Das Innenministerium versucht daher gemeinsam mit anderen Behörden, mit einem umfassenden Programm die Zunahme der Cyberkriminalität zu bekämpfen. Ein Schwerpunkt soll ein neues Anti-Betrugszentrum sein, das verdächtige Websites und Telefonnummern sperrt.
Darüber konnten bisher mehr als 26.000 Seiten und 64 Millionen Scam-Anrufe blockiert werden. Ausreichend ist das dennoch nicht. Während die Digitalisierung zwar Chancen biete, bringe sie auch neue Risiken mit sich, so Adilov. Es braucht bessere digitale und analytische Fähigkeiten, um noch konsequenter gegen die Betrüger vorzugehen.
Nach dem Krypto-Verbot in China wurde Kasachstan zu einem wichtigen Standort für Miner, so Cryptopolitan. Nachdem der große Stromverbrauch anfänglich für Schwierigkeiten gesorgt hat, konnte die Regierung den Sektor gezielt regulieren und wirtschaftlich nutzen. Mittlerweile hat das Land seine Krypto-Initiativen ausgeweitet und plant sogar Pilotprojekte für Krypto-Zahlungskarten und eine eigene „Krypto-Stadt“. Das ist fortschrittlich und freut Krypto-Fans, zieht aber auch schwarze Schafe an.
Auch in Europa ist das Thema präsent. Sogar Europol, das Strafverfolgungsamt der Europäischen Union, warnte vor immer perfideren Krypto-Verbrechen. „Laut Burkhard Mühl, dem Leiter des European Financial and Economic Crime Centre (EFECC), werde der Missbrauch von Blockchain und Kryptowährungen zunehmend ausgefeilter“ (Quelle: 99 Bitcoins).
Die Daten des Chainalysis Crypto Crime Report 2025 zeigten: Im Jahr 2024 wurden etwa 40,9 Milliarden US-Dollar an illegale Krypto-Adressen transferiert. Darin sind klassische Delikte wie Drogenhandel, bei denen Kryptowährungen nur als Zahlungsmittel dienen, aber nicht enthalten. Das macht die Dunkelziffer möglicherweise deutlich höher.
Anleger sollten daher wachsam bleiben. Aufklärung, Vorsicht und technische Sicherheitsmaßnahmen sind die Möglichkeiten, um nicht Opfer von Betrugsmaschen zu werden. Die wichtigsten Punkte sind: